Brust- und Bauchverletzungskriterien Task Force

Kindersitze für 3-jährige und ältere Kinder haben insbesondere die Aufgabe, den Insassen vor Brust- und Bauchverletzungen zu schützen. Für die neu eingesetzten Q-Kinderdummys gibt es jedoch noch keine abgesicherten Grenzwerte für die beiden Körperregionen.

Für die Brust sehen die Q-Dummys einen Brusteindrückungssensor vor, bisherige Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Messwerte dieses Sensors nicht geeignet sind, um das Brustverletzungsrisiko vorherzusagen.

Für das Bauchverletzungsrisiko wurden Drucksensoren in Forschungsprojekten entwickelt. Für den Q3 (entspricht einem 3-jährigen Kind) und Q6 (entspricht einem 6-jährigen Kind) gibt es schon vorläufige Grenzwerte. Für den Q10 noch nicht. Des Weiteren zeigt sich, dass die Kombination aus Testbedingungen und Dummy in der neuen Zulassungsrichtlinie für Kindersitze eine Bauchbelastung des Dummys sehr unwahrscheinlich machen.

Die Task Force bestehend aus Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Verwaltung unter der Leitung der MHH Unfallforschung hat sich zur Aufgabe gemacht

  • zu ermitteln warum die Brusteindrückungsmessung bisher keine gute Vorhersage zum Brustverletzungsrisiko liefert und ggf. Gegenmaßnahmen vorzuschlagen,
  • mit Hilfe von Unfallrekonstruktionsversuchen  Verletzungsrisikofunktionen für Brust und Bauch zu ermitteln,
  • Rahmenbedingungen zu untersuchen, die bei Zulassungstests Unterschiede zwischen guten und schlechten Kindersitzen aufzeigen.

Die Seite der Task Force ist hier zu erreichen.

Ansprechpartner: Heiko Johannsen